60 Portale und 13 Internet-Geschäftsmodelle um online Geld zu verdienen [+ Infografiken]

Von: Keven Oster 

Zuletzt aktualisiert: 29.08.2017

von-zu-hause-geld-verdienen

Wir haben es schon alle mal irgendwo gehört und gelesen:

  • “Im Pyjama Geld verdienen - 3000€ und mehr pro Woche”
  • "Werde jetzt Millionär ohne Vorkosten - und das noch als Nebenjob"
  • "Er hat es geschafft, also kannst du es auch"

Es gibt nur ein Problem: Wie es funktioniert, bekommst du in aller Regel nicht gesagt! Stattdessen bekommst du eine irrsinnige und unseriöse Idee nach der anderen vorgesetzt (ellenlange Online-Umfragen beantworten, Kugelschreiber zusammenbauen, Füllen von Wundertüten, Lesen und Bestätigen von Emails, Werbung schauen u.ä.). Zwei Beispiele aus den weiten des Internets.

Wir haben wirklich schon alle Kuriositäten zu sehen bekommen. Und leider gibt es eine immer noch eine Vielzahl von Angeboten, die nur darauf abzielen, ahnungslosen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. 

Wir gehen die Sache anders an. In diesem Artikel versuchen wir dir zu zeigen, wie du realistisch und seriös Heimarbeit betreiben kannst -  Schritt-für-Schritt erklärt, inklusive einer Auflistung von 60 Freelancer-Portalen und 13 Internet Geschäftsmodellen. 

Kommen wir also gleich zur Sache: Es gibt es für dich im Prinzip zwei relevante Wege, von zu Hause zu arbeiten:

  • Als Freiberufler (neudeutsch “Freelancer”)
  • Ein Online-Unternehmen aufbauen

Lasst uns diese zwei Optionen im Detail betrachten, damit wir ein Verständnis bekommen, was wir eigentlich meinen. Für alle Ungeduldigen haben wir eine Infografik zusammengestellt.

                Beachte

Wir haben das Rad nicht neu erfunden, und wir können dir natürlich nicht zu 100% versichern, dass die im Artikel präsentierten Ansätze, Konzepte und Herangehensweisen auch für dich funktionieren werden.

Hier stellen wir dir lediglich eine Zusammenfassung derer vor, die bei anderen Freelancern, Online-Entrepreneuren und bei uns zum Erfolg geführt haben.

Wir versuchen dir aufzuzeigen, was möglich ist. Manches wird sich für dich vereinfacht anhören, die Realität ist aber um einiges komplexer, und es steckt immer viel mehr Schweiß und Arbeit dahinter als man gemeinhin annehmen würde.

Und an alle, die vorhaben, schnelles, leichtes Geld im Internet zu verdienen: Vergesst es!​

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Heimarbeit als Freelancer/Freiberufler

Warum als Freiberufler beginnen? Die Antwort dazu ist relativ einfach:

  • Du besitzt bereits bestimmte Fähigkeiten, um Geld zu verdienen – auch wenn du es noch nicht wirklich realisiert hast;
  • Du willst neue Fähigkeiten erlernen;
  • Du kannst etwas tun, das du selbst gerne ausübst;
  • Du kannst selbst wählen, wie viel, mit wem und von wo du arbeiten möchtest.

Klar, das klingt großartig, doch wenn du wie alle Menschen tickst, dann zweifelst du erst einmal.

  • „Ich besitze keine besonderen Fähigkeiten mit denen ich Geld verdienen kann“
  • „Ich habe absolut keine Idee, wie und wo ich anfangen soll“
  • „Ich möchte nicht all die Zeit in etwas stecken, um am Ende zu scheitern“

Die gute Nachricht: Jeder, wirklich jeder, kann als Freiberufler Geld verdienen. Auch wenn du kein Internet Guru bist und keine besonderen Fähigkeiten besitzt. Dennoch gibt es einige Dinge, die wir von Beginn an beachten müssen:

  • Wir denken, dass der Weg des Freiberuflers der einfachste Weg ist, seriös von zu Hause Geld zu verdienen.
  • Wir schätzen, dass 90 Prozent der Jobs in freiberufliche Arbeit verwandelt werden können. Bei den restlichen zehn Prozent geht es jedoch nicht: Man findet beispielsweise keine freiberuflichen Herz-Chirurgen, Polizisten oder Bauarbeiter.
  • Es erfordert viele Versuche, bis du ein Gefühl dafür bekommst, wie du deine Fähigkeiten am besten vermarkten kannst.

Der letzte Punkt ist der Wichtigste. Du findest wahrscheinlich nicht beim ersten oder zweiten Mal das Passende. An diesem Punkt geben die meisten auf. Doch wenn du durch etwas experimentieren herausfinden kannst, für was Leute dich bezahlen würden (oder bereit sind, dafür zu bezahlen), dann ist es wirklich nur eine Frage der Zeit bis sich der Erfolg einstellt. 

Schritt-für-Schritt Anleitung zum Freelancer

Im Folgenden zeigen wir dir, wie du deine Fähigkeiten in Geld umwandeln kannst. Bitte versuche die hier aufgeführten allgemeinen Prinzipien auf deine persönliche Situation anzuwenden.

Wir wissen aus eigener leidlicher Erfahrung, dass aller Anfang schwer ist. Es kann einen schier überwältigen, wenn man betrachtet, dass einem 500 potentielle Wege des Geldverdienens und des Arbeitens von zu Hause aus bereitstehen. Deshalb ist folgendes wichtig: Mache einen Schritt nach dem anderen.

Schritt 1: Beginne mit deinen Zielen

Zu viele Leute springen ins kalte Wasser ohne jedoch zu verstehen warum sie tun was sie tun. Klar, es ist besser etwas falsch zu machen, statt überhaupt nichts. Doch wenn du etwas Zeit für das Planen aufbringen kannst, dann ersparst du dir wahrscheinlich hunderte Stunden an Fehltritten.

Hier ist eine einfache Regel:

  • Wenn du als Freelancer beginnen möchtest, weil du extra Geld verdienen möchtest, dann identifiziere zuerst einen profitablen Markt, und passe dann deine Dienstleistung an.
  • Wenn du aber als Freelancer tätig sein möchtest, weil du deiner Leidenschaft nachkommen und diese in einen Verdienst verwandeln willst, dann erzeuge zuerst eine Dienstleistung und identifiziere dann einen Markt.

Nehmen wir mal zwei simple Beispiele, um den Unterschied zu verdeutlichen.

Beispiel 1: Kai möchte zusätzliches Geld verdienen (zum Öffnen bitte anklicken)

Beispiel 2: Anna interessiert sich für Schmuck

                Und nun zu dir 

Wieso willst du von zu Hause aus arbeiten und Geld verdienen?

Magst du deine jetzige Tätigkeit/Arbeit, und möchtest diese weiterführen, oder doch lieber etwas komplett Neues machen?

Wann immer möglich, beginne mit deinen Zielen, und lasse dann die Strategien folgen (Wie sollte ich Kunden erreichen? Wie viel sollte ich verlangen? etc.). Im zweiten Schritt geben wir dir konkrete Beispiele. Und wenn du (noch) nicht weißt, was deine Ziele sind, dann zeigen wir dir trotzdem einen Weg wie du beginnen kannst.

Schritt 2: Identifiziere deine Fähigkeiten und Interessen

Wir bekommen häufig zu hören „Ich bin sehr gut im kommunizieren, doch ich weiß nicht wie ich das zu Geld verwandeln kann“. Die Antwort ist: weil du es nicht kannst. Niemand stellt einen „guten Kommunikator“ ein. Leute stellen dich ein, weil du für sie Probleme lösen sollst. Was bedeutet das überhaupt, gut im „Kommunizieren“? Bist du ein guter Autor? Bist du gut im Kommunizieren, weil du fließend Englisch sprichst? Vielleicht findest du ein bestimmtes Segment an Leuten, die dich dafür bezahlen würden.

Wenn du keine vermarktbaren Fähigkeiten besitzt, gibt es noch immer Möglichkeiten für dich. Es gibt viele Beispiele von Menschen, die ein gutes Einkommen von ihrer Freelancer Tätigkeit erzielen – und viele davon besitzen keine besonderen Fähigkeiten, die als „wertvoll“ erachtet wird.

Wenn du kein IT-Spezialist bist oder Erfahrung in Online Marketing besitzt, dann ist das okay. Du kannst mit vielen Tätigkeiten ein gutes Einkommen verdienen, ohne besondere technische Fähigkeiten. Wichtig ist, dass du einen Markt findest, der bereit ist für deine Fähigkeiten bzw. Interessen zu zahlen.

                Tipp

Wenn du deine Fähigkeiten erweitern  bzw. neue erlernen willst, können wir dir zu oftmals kostenlosen Online-Kursen raten (manche auch mit Zertifikat), die von deutschen Universitäten und anderen Anbietern angeboten werden und große Teilnehmerzahlen aufweisen. Schau dich mal um auf Virtuelle Hochschule Bayernudemy, udacityiversity, mooin, imoox und openHPI.

Ganz klassisch kann man sicherlich noch Fernstudienkurse, die Weiterbildungsangebote der IHK und Volkshochschulen empfehlen. Weiterbildung kann niemals schaden.

                Und nun zu dir 

Welche Fähigkeiten besitzt du bereits? Worüber fragen deine Freunde dich um Rat? Worin bist du deiner Meinung nach gut? Womit verbringst du gerne deine Zeit?

Welche dieser Fähigkeiten und Interessen kann ein bestimmtes Problem lösen?

Zusatz: Welche Interessen bzw. Leidenschaften besitzt du, die es dir eventuell ermöglichen von Heimarbeit zu betreiben?

Zusatz: Worin möchtest du am Ende gut sein? Hast du Lust eine neue Fähigkeit zu erlernen? Denke darüber nach, diese Fähigkeit zu lernen, um diese dann zu vermarkten.

Du musst dich wirklich herausfordern, um zu sehen welche Fähigkeiten du besitzt, für die dich Leute bezahlen würden. 

Um die Sache etwas praktikabler zu gestalten, lass uns den Prozess wieder an einem Beispiel veranschaulichen (in vereinfachter Form).

Beispiel: Identifiziere deine Fähigkeiten

Hervorragend. Nun haben wir eine Liste deiner Fähigkeiten, die wohlmöglich profitabel sind und freiberuflich ausführbar.

Schritt 3: Verwandle deine Fähigkeiten in etwas, für das die Leute dich bezahlen würden

Alle von uns haben eine Fähigkeit, die anderen Leuten helfen könnte. Wie bekommen wir sie also dazu, hierfür zu bezahlen?

Hier kommst du zum Einsatz. Du bietest eine Dienstleistung an, du löst ein Problem mit Hilfe deiner Fähigkeit, du bietest deinem Kunden einen speziellen Vorteil, schaufelst deinem Kunden Zeit frei oder generierst ihm zusätzliches Einkommen, wie „Ich kann Ihnen helfen Ihr Büro zu organisieren, sodass Sie sich entspannter fühlen, mehr Arbeit erledigt bekommen und ein höheres Einkommen erzielen können.“

Um zu überprüfen ob du tatsächlich eine wertvolle Dienstleistung bereitstellst, solltest du in der Lage sein, es durch Folgendes zu erklären:

„Ich kann Ihnen mit (Dienstleistung) helfen, sodass Sie (Vorteil) haben.“

Am Beispiel von oben:

„Ich kann Ihnen helfen Ihre Anrufe sowie Emails entgegen zunehmen und zu beantworten, sodass sie organisierter sind und mehr Zeit für Ihre Hauptaufgaben haben.“

Wie kann ich nun herausfinden, ob es für meine geplante Dienstleistung einen Markt gibt?

1. Gibt es bisher jemanden, der eine ähnliche Dienstleistung anbietet?

Viele Leute, die wir persönlich kennen, verlieren sofort den Mut, wenn sie herausfinden, dass jemand anderes eine ähnliche Idee erfolgreich umsetzt. Wettbewerber lassen sie regelrecht erlahmen. Das ist genau das Gegenteil von vielen erfolgreichen Freelancern. Wettbewerber kümmern sie kaum.

Wenn wir zum Beispiel eine Reihe von Anbietern für eine Idee entdecken, signalisiert es uns nur, dass es sich wahrscheinlich um einen lukrativen Markt für unser Angebot handelt. Das sind sehr gute Anzeichen, und nichts vor dem man sich fürchten muss. Zumal man viele Angebote der Konkurrenz mit etwas Kreativität und Scharfsinn ausstechen kann.

2. Gibt es bisher jemanden, der nach deiner Dienstleistung sucht?

Hast du schon jemals Stellenangebote oder eine Anzeige gelesen, die sich mit deiner geplanten Dienstleistung abdeckt? Auf Job-Seiten, durch Freunde oder ehemalige Kunden? Dieses sind klare Signale für die Existenz einer Nachfrage nach deiner Dienstleistung. Das sind sehr gute Nachrichten für dich.

Wenn du zum Beispiel darüber nachdenkst, das Marketing für lokale Restaurants zu übernehmen, solltest du besser 15+ Eigentümer interviewen, um zu sehen, ob 1) sie sich für deine Dienstleistung interessieren, 2) sie wertschätzen und 3) sie dich dafür bezahlen würden. Wenn du keine Nachfrage hast, hast du kein nachhaltiges Freelancer-Modell. Ende der Geschichte.

                Beachte

Leute bezahlen dich nicht für deine Fähigkeiten, sondern damit du ihr Problem löst! Laut einer aktuellen Umfrage von SOLCOM mit 638 IT Freelancern wurde von 49% Kunderaquise als größtes Hindernis genannt. 

Freiberufler sollten sich daher die Frage stellen, ob sie wirklich ein Problem beim Kunden ansprechen, das nicht schon von anderen Freelancern im jeweiligen Markt bedient wurde.

Schritt 4: Wo und wie du an deinen ersten Kunden kommst

Also, du hast bisher deine Ziele identifiziert, herausgefunden, welche deine Fähigkeiten sind und eine Vorstellung, wie du damit ein konkretes Problem löst. Schauen wir nun, wie du an deinen ersten Kunden kommst.

Im Prinzip gibt es 2 Möglichkeiten für dich, die wir näher betrachten:

1. Du bewirbst dich direkt auf ausgeschriebene Projekte/Stellen bzw. wirst an einen Kunden vermittelt.

Am einfachsten ist es sich auf speziellen Freelancer-Portalen und Marktplätzen nach ausgeschriebenen Projekten umzuschauen, und sich direkt darauf zu bewerben. 

Natürlich ist es für uns unmöglich zu sagen, welches dieser Portale für dich das Richtige sein könnte. Daher ist es das Beste, du schaust dir einige selbst an und entscheidest dann, wo du dich bewirbst.

Der Basis-Account ist auf den meisten Portalen kostenlos und du und/oder der Auftraggeber zahlt eine Abgabe. Genauere Details zur Abwicklung und Bezahlung der Projekte findest du auf den jeweiligen Portalen.

Um die Sache für dich einfacher zu gestalten, haben wir alle bekannten deutschen sowie die wichtigsten englischsprachigen Marktplätze in der Tabelle unten zusammengetragen (grob sortiert nach Branchenzugehörigkeit).

                Tipp

#1 Halte Abstand von Micro-Jobs oder Kleinst-Aufträgen (z.B. Apps und Webseiten testen, Werbung anschauen, Werbung anklicken, Umfragen ausfüllen, etc.). Generell eine sehr schlechte Investition deiner Zeit, da überwiegend Mini-Honorare ausgezahlt werden. Bitte biete deine Lebenszeit und Fähigkeiten nicht unter Wert an.

#2 Während es am Anfang noch okay ist etwas geringere Stunden-/Tagessätze anzubieten, müssen diese langfristig angepasst werden, damit du von deiner freiberuflichen Arbeit leben kannst.

Nachdem du einen kleinen Kundenstamm aufgebaut hast, empfehlen wir dir daher einen angemessenen Stundensatz zu berechnen. Nicht ganz überraschend werden die besten Stundensätze im IT-Bereich sowie im Finanz- und Rechnungswesen bezahlt. Lass dich aber davon nicht entmutigen. Wenn du einen guten Service lieferst, kannst du auch stattliche Stundenlöhne in anderen Branchen erzielen. 

(zum Öffnen die jeweilige Spalte anklicken)

Portale und Marktplätze für alle Branchen 

Management, Unternehmen, Strategie

IT Entwicklung, Webprogrammierung, Technik

Schreiben, Übersetzen, Recherche, Datenerfassung, Transkription, Digitale Assistenz

Grafik- und Webdesign, Medien

Sonstige

Falls du auf den hier aufgeführten Marktplätzen und Portalen nicht fündig geworden bist oder dir die Konkurrenz zu groß erscheint, haben wir noch einen kleinen Trick für dich parat.

Sogenannte Metasuchmachinen (indeed.de, kimeta.de oder jobrapido.de) ermöglichen es dir, über eine Suchmaske, sämtliche aktive Stellen auf Jobbörsen und sogar auf Unternehmensseiten auf einen Schlag abzufragen. 

Versuche es mit folgenden Begriffen (wichtig: in Anführungszeichen setzen): „home office“, „freiberuflich“, „Freiberufler“, „Freelance“, „Freelancer“, „zu Hause“, „Heimarbeit“ und andere. Alternativ gib eine Stadt ein (Jobfeld frei lassen!) und wähle unter Beschäftigungsart "Freiberuflich" aus. Im Idealfall sollte dir die Maschine einige interessante Stellen/Projekte herausspucken.

2. Finde Leute, denen du helfen kannst.

Ergänzend zu Option 1, empfehlen wir unbedingt noch, potentielle Kunden direkt zu kontaktieren. Wieso? Weil Kunden fernab von Portalen erfahrungsgemäß bessere Stundensätze bezahlen und du in nachgefragten Bereichen weniger Konkurrenz ausgesetzt bist. 

Diese Option erfordert jedoch mehr Einsatz von dir. Oftmals ist es ja so, dass Leute von ihrem Problem oder von dem, was sie wirklich wollen, nicht bewusst sind. Der Auto-Pioneer und Erfinder der Fließbandarbeit Henry Ford hat einmal gesagt: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“

Wenn du dieses unausgesprochene Problem oder einen bestimmten Wunsch beim Kunden identifizieren kannst, werden dir die Türen weit offen stehen. Im Gegensatz zur Option 1, musst du in dieser Situation aktiver auf den Kunden zugehen, was zusätzlichen Hirnschmalz erfordert.

Kommunikation ist hier der wichtigste Teil, sei es durch Email, Anrufe oder Besuche vor Ort. Facebook- und Google-Werbung kann auch ein effektiver Weg sein, potentielle Kunden zu erreichen.

Wenn es um die Kommunikation mit künftigen Kunden geht, haben Leute oft Schwierigkeiten, diese richtig anzugehen. Verständlich. Wer hat schon Lust, wildfremde Menschen nach ihrem Geld zu fragen? Das sind Dinge, die außerhalb der Komfortzone liegen.

Theorien und Ansätze, wie man den Erstkontakt angehen sollte, gibt es viele. Anrufen oder doch erst Email (und dann um ein Gespräch bitten)? Direkt vorbeischauen? Lange oder kurze Email? Wann eine Erinnerungsemail schreiben? etc. Wir haben keine 100% richtigen Antworten parat, weil es einfach kein Richtig oder Falsch gibt.

Es wird von deiner Branche, geplanten Dienstleistung, Einfallsreichtum und Kommunikationsgeschick abhängen. Wenn du mit Anwälten zu tun hast, ist Email anfänglich der wahrscheinlich beste Kommunikationsweg. Anders bei lokalen Geschäften, die eventuell über keine Geschäfts-Email verfügen. 

Falls Zweifel bestehen, können wir gerne versuchen, dir in der Kommentarfunktion weiter zu helfen. Am wichtigsten wird es jedoch sein, den Vorteil deiner Dienstleistung klar zu kommunizieren. Sprich: „Ich kann Ihnen mit (Dienstleistung) helfen, sodass Sie (Vorteil) haben.“ 

                Und nun zu dir 

Wer ist dein exakter Kunde, und wo sucht dieser bereits nach einer Lösung für sein Problem? Wenn du ein ähnliches Tätigkeitsfeld, wie in deinem vorherigen Job übernehmen möchtest, gehe auf ehemalige Kunden zu. 

Wenn du eine Vorstellung von deinem perfekten Kunden hast (und du optimaler Weise eine Liste mit genauen Kontaktdaten besitzt), kontaktiere diese. Früher waren es Anrufe, heute sind Emails ausreichend.

Wenn du nicht die Muße besitzt, 50 Kontaktdaten einzeln aus dem Internet herauszusuchen, empfehlen wir dir, einen Freelancer zu suchen. Die Gelben Seiten sind auch ein guter Anfang, um Unternehmen aus deiner Stadt/Region nach Branchenzugehörigkeit herauszufiltern. 

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Internet-Unternehmen aufbauen

Ein Online-Unternehmen ist einer der leistungsstärksten Wege, um die Kontrolle über dein Leben zu übernehmen – nur mithilfe eines Computers und eines Internetzugangs. Anhand der Schritt-für-Schritt Anleitung lernst du im Schnelldurchlauf, wie du am besten anfangen kannst. Wir möchten dich gerne noch ausdrücklich auf ein paar wichtige Punkte hinwiesen, die du nicht vergessen solltest:

  • Wir würden dir zunächst raten, dich als Freelancer zu versuchen. Wieso? Es ist generell einfacher, schneller, mit weniger Risiko und Aufwand verbunden. Ausnahmen bestätigen die Regel. Unsere Empfehlung also: Versuch dich zunächst als Freelancer. Dann kannst du nebenher mit wenigen Stunden pro Woche deine Geschäftsidee verfolgen. Falls du Geldreserven besitzt, die dich über einen Zeitraum über Wasser halten und/oder risiko-freudiger bist, kannst du natürlich schon heute damit beginnen.
  • Wieso unbedingt online? Dafür gibt es mehrere Gründe und wir könnten hier weit und lang darüber debattieren. Deshalb die Wichtigsten in Kurzform: Einstiegsbarrieren sind sehr niedrig (d.h. weit geringere Einstiegskosten als im stationärem Bereich, kein Büro, keine festen Mitarbeiter, kein Inventar und Warenhaus sind erforderlich) und es gibt eine unendliche Anzahl an Möglichkeiten, Geld online zu verdienen. Und nicht zu vergessen: Reichweite. Immer mehr Leute bewegen sich und shoppen online.
  • Wir haben es schon in der Einleitung erwähnt, aber hier nochmal ganz deutlich: du wirst nicht über Nacht Geld verdienen. Trotz allem, was Leute dir für Erfolgsgeschichten vorsetzen. Eine Internet-Unternehmung kann man gut mit dem Lernprozess eines Kindes vergleichen: Es fällt und fällt und fällt und irgendwann lernt es zu laufen. Dieser Prozess kann auch schon mal Jahre dauern. Deswegen auch bitte nicht sofort den Job kündigen so wie wir es gemacht haben ;).

Aber ich hab nicht/kann nicht/weiss nicht/…

Zweifel an deinem geplanten Online-Business macht sich normalerweise in verschiedenen Formen bemerkbar:

  • „Was ist wenn ich keine Geschäftsidee habe?“
  • „Was ist wenn ich kein Experte bin?“
  • „Was ist wenn ich keine Webseite habe?“
  • „Was ist wenn ich keine Zeit habe?“
  • „Was ist wenn ich nicht weiß, wo ich anfangen soll?“

Dies sind alles starke und sehr reale Emotionen. Sie sind aber absolut keine Gründe, nicht mit deinem Online-Business zu beginnen.

Die Wahrheit ist doch, das jeder der etwas Wertvolles erbracht hat, sei es ein erfolgreiches Online-Business oder ein guten Vortrag, Selbstzweifel hegte. Jeder zweifelt an sich selbst jeden einzelnen Tag. Der Trick dabei ist es, seine Selbstzweifel und Ausreden zu erkennen, diese beiseite zu schieben und erste Schritte zu tätigen. Ansonsten wird man von Selbstzweifeln zerfressen oder man flüchtet sich in Ausreden und am Ende passiert nichts.

Als wir angefangen haben, hatten wir keinen blassen Schimmer. Wir machten jeden Fehler, den man nur machen kann, bis auf einen: wir haben nicht angefangen. Dann haben wir es einfach mal versucht, Dinge ausprobiert und wir lernten von unseren anfänglichen Fehlern.

Wir sind keine Coaching-Webseite, aber es gibt Dinge im Leben, für die man nie richtig bereit ist. Du musst nicht perfekt sein. Du musst deiner Sache auch nicht sicher sein. Aber du musst den Sprung ins Ungewisse wagen und einfach anfangen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, auch nicht im Internet. 

Schritt-für-Schritt Anleitung zum Internet-Unternehmen

Es gibt viele Faktoren, die ein erfolgreiches Online-Unternehmen ausmachen (unsere persönliche Einschätzung!):

1. Die Idee ist wichtig - Aus einer schlechten Idee, die gut umgesetzt wurde, wird kein erfolgreiches Internet-Unternehmen. 

2. Die Umsetzung ist wichtig - Aus einer guten Idee, die schlecht umgesetzt wurde, wird kein erfolgreiches Internet-Unternehmen.

3. Die Fähigkeit des Gründers Kunden anzuwerben und sie für das Produkt zu begeistern, ist wichtig - Eine großartige Idee gut umgesetzt, wird ohne Kunden scheitern. 

4. Der Zeitpunkt ist wichtig - Eine Idee ist nutzlos, wenn der Zeitpunkt nicht stimmt.  

5. Glück ist wichtig  - In der Tat spielt Glück eine entscheide Rolle, die viele finanziell erfolgreiche Online-Gründer nur ungern zugeben wollen. 

Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die Punkte, die wir innerhalb dieses Artikels einigermaßen beeinflussen können. Nämlich dich bei Punkt 1) der Ideenfindung und 2) Umsetzung zu unterstützen. Wir versuchen die Schritt-für-Schritt Anleitung so praxisangewandt, wie möglich zu gestalten und ohne auf irgendwelche an den Haaren herbeigezogene Theorien zu versteifen.

Schritt 1: Verschaffe dir eine Übersicht aller digitalen Geschäftsmodelle für Selbstständige im Internet

Steigen wir gleich voll ein: Wenn du mit einem Business im Internet starten willst, um damit Geld zu verdienen, solltest du vorher darüber im Klaren sein, welche Digitalen-Geschäftsmodelle für dich zur Verfügung stehen. Komischerweise ist keiner bisher auf die Idee gekommen, solch eine Liste zu erstellen (zumindest nicht im deutschsprachigen Raum und wenn, dann nicht komplett). Zu deinem Glück gibt es ja uns :).

Im Prinzip gibt es ein dutzend Online-Geschäftsmodelle, die von 99 Prozent von Leuten, die im Internet Geld verdienen, angewendet werden. Bequem haben wir alle für dich in der untenstehenden Grafik zusammengetragen. Bitte beachte, dass es viele Mischformen und Abweichungen gibt, die wir nicht alle unterbringen konnten. 

Wir haben einige selbst ausprobiert, und können dir berichten, welche du besser nicht ausprobieren solltest und welche als anfängerfreundlich gelten, inklusive Beispielen und unserer persönlichen Einschätzung.

Schritt 2: Wie du auf Ideen kommst (=Ideenfindung)

Du hast nun einen guten Überblick über die unterschiedlichen Geschäftsmodelle und wie man mit diesen Geld verdienen kann. Wie du merkst, alles keine große Magie. Die unendliche Anzahl an Möglichkeiten, die dich eventuell überwältigt hat, ist zu einigen Wenigen zusammen geschmolzen.

Der nächste Schritt besteht nun darin, Ideen für das passende Geschäftsmodell zu sammeln. Du hast dich sicherlich schon gewundert, wieso wir den Schritt der Ideenfindung nicht zuerst angegangen sind. Aus einem ganz einfachen Grund: Um die Komplexität gering zu halten, und um dich nicht noch weiter zu verunsichern.

Während du dir die Grafik mit den Geschäftsmodellen angeschaut hast, sind dir vielleicht schon einige Ideen in den Kopf geschossen.

Zum Beispiel ist dir jetzt bewusst, dass du mit (relativ!) wenig Expertise dein lang ersehntes Produkt online verkaufen kannst. Besitzt du nachgefragte Fähigkeiten oder eine ausgefallene Vorliebe? Kein Problem, du weißt jetzt, dass du diese durch einen Online-Kurs, einem Blog und/oder einem Email-Newsletter monetisieren kannst. 

"Hört sich ja alles toll an. Ich habe aber keine Ideen. Was nun?"

Eine der häufigsten Hürden für Leute auf dem Weg zur Online-Selbstständigkeit, ist das Fehlen einer Geschäftsidee. Wir stellen dir zwei Strategien vor, die für uns bisher sehr gut funktioniert haben. Weitere Strategien passend zum Geschäftsmodell, kannst du in den Empfehlungen im Abschnitt "Schritt 3" weiter unten finden. 

Strategie 1: Suche nach Lösungen für deine eigenen Probleme

Strategie 2: Schaue dir an welche Ideen sich am Markt behauptet haben, und biete Variationen an

"Ist meine Idee gut?" 

Das kommt auf die Definition von "gut" an. Unserer Meinung nach sind alle Ideen "gut", wenn deine Zielgruppe dich für dein Produkt/Service entlohnt. Was bringt dir es wenn du eine objektiv gute und "coole" Idee besitzt, aber niemand dafür bereit ist Geld auf den Tisch zu legen?

Ob deine Idee profitable sein wird oder nicht, können wir in diesem Moment noch nicht sagen. Du stehst noch am Anfang und deine Aufgabe besteht darin, Ideen zu sammeln. Später schauen wir uns an, wie du testen kannst, inwieweit es sich lohnt, deine Idee weiterzuverfolgen.

                Und nun zu dir 

Schreib dir eine Reihe von Ideen auf und suche dir eine aus, die am besten zu dir und deinem Geschäftsmodell passt.  

Wichtig: Schreib dir jede Geschäftsidee auf, egal wie blöd sie sich anhören mag. Das Ziel der Ideenfindung sollte nicht sein, gute Ideen zu sammeln, sondern schlechte.

Wieso? Denn wenn du genügend schlechte Ideen bekommst, ist es statistisch wahrscheinlicher, dass eine erfolgreiche dabei ist. Nach einiger Zeit wirst du merken, dass die Qualität deiner Ideen stetig steigt.

Schritt 3:  Überprüfe, ob es für deine Idee einen Markt gibt (=Umsetzung)

Die beste Idee bringt dir absolut nichts, wenn du sie nicht umsetzt.

Bevor du viel Geld und Zeit in dein Projekt investierst, solltest du mit einer bestimmten Gewissheit bestimmen können, ob deine Geschäftsidee bei deiner Zielgruppe ankommt. Nichts ist schlimmer als nach 3 Monaten zu erfahren, dass niemand dein Produkt/Service in Anspruch nimmt, du aber schon dein Job gekündigt und dein Auto verkauft hast.

Erst wenn Leute die Kreditkarte zücken, den Paypal Button drücken oder dir Aufmerksamkeit geben, weißt du, dass deine Idee potential hat.

Familie, Freunde oder fremde Leute zu fragen, wird leider nicht zum gewünschten Ziel führen. Menschen sind generell schlecht im Voraussagen ihres Kaufverhaltens. Freunde und Familie werden dich ermutigen und dir sagen, welch tolle Idee du doch hast. Aber werden sie am Ende wirklich dein Produkt kaufen?

Nur diejenigen werden dein Produkt/Service erwerben, die sich auch direkt angesprochen fühlen, z.B. wenn du für sie ein konkretes Problem löst oder eine positive Erfahrung freisetzt.

"Wie finde ich heraus, was jemand will oder nicht?"

Die Art und der Prozess des Testens (neudeutsch: validieren) unterscheidet sich stark vom Geschäftsmodell. 

  • Wenn du gedenkst einen Online-Kurs anzubieten, musst du zunächst eine Basisversion oder ein Modul des Kurses erstellen, bevor du dafür Geld verlangen kannst. Konkret bedeutet das, dass du dir Gedanken machen musst, wo du den Kurs anbieten willst (z.B. auf einer Webseite oder einer Kursplatform wie udemy), welche Software und Kamera zum Aufnehmen, wie viel soll der Kurs kosten und wie soll man den Kurs vermarkten etc.
  • Für physische Produkte könnte das bedeuten, dass Produzenten gesucht und kontaktiert werden müssen, damit diese Warenmuster erstellen können. Nachdem du dich auf ein Warenmuster geeignet hast, bestellst du eine kleine Menge, welche du dann Testweise auf Ebay/Amazon oder einem eigenen Online Shop zum Verkauf anbietest. 
  • Für (Nischen)-Webseiten/Blogs steht zunächst der Aufbau einer Webpräsenz auf dem Plan. Gleichzeitig musst du dir Kenntnisse der Suchmaschinenoptimierung und diverser anderer Konzepte/Tools aneignen. 
  • Und wiederrum anders schaut der Prozess für das Software-als-Dienstleistung Geschäftsmodell aus. Im Vergleich zu anderen Geschäftmodellen, kann die Umsetzung um einiges komplizierter ausfallen. Wenn du zum Beispiel keine Programmierkenntnisse besitzt, müsstest du eventuell eine Auftragsbeschreibung für einen Freelancer erstellen, inklusive Skizzen. Nachdem eine funktionsfähige Basisversion erstellt wurde, müsstest du dann potentielle Kunden anschreiben und sie für dein Service überzeugen. Damit hört es aber lange noch nicht auf. 

Vielleicht hast du es schon bemerkt: Während die Umsetzung für jedes Geschäftmodell unterschiedlich ausfällt, benötigst du mindestens eine minimal funktionsfähige Version - egal ob du eine Mobile-App kreieren oder ein einfaches Produkt auf dem Markt werfen willst.

Diese minimal funktionsfähige Version ist sehr wichtig. Würdest du für einen Musik-Streaming-Dienst wie Spotify zahlen, wenn du nicht sofort Zugriff auf die Musik bekommst?

Würdest du jemanden einfach so 200 Euro in die Hand drücken, wenn er dir verspricht in 3 Monaten die innovativste Reisetasche zu liefern? 

                Beachte

Grundsätzlich solltest du so wenig wie möglich Geld und Zeit investieren, um diese minimale Version zu erstellen und deine Annahmen zu testen. 

Das Testen sowie die Umsetzung mag sich für dich vereinfacht anhören: "Kein Problem, ich bestelle was beim Chinesen, und ab geht der Verkauf auf Amazon und Ebay!" "Ich engagiere mir einen Freelancer aus Indien für 5€ die Stunde, und der programmiert mir alles schön zusammen. Dem nächsten Facebook steht nichts mehr im Wege".

Das spiegelt nicht Realität wieder. Viele Details machen am Ende den Unterschied aus. Es gibt jede Menge Stolpersteine, die die Anfangseuphorie schnell bremsen können.

"Lerne von den Fehlern anderer. Du kannst nicht lange genug leben, um sie alle selbst zu machen. " Roosevelt 

Da es nicht das Ziel des Artikels ist alle Prozesse für jedes Geschäftsmodell im Detail aufzulisten, haben wir für dich eine Liste an Personen, Webseiten, Büchern und Kursen für jedes digitale Geschäftsmodell erstellt. Der Großteil der Referenzen liefert bis aufs kleinste Detail Umsetzungsanleitungen und vieles mehr, inklusive Ideenfindung und -validierung. 

Softwareanwendungen (zum Öffnen bitte anklicken)

Physische Produkte

Informationsprodukte

                Und nun zu dir 

Setze deine Idee um und erstelle eine minimal funktionsfähige Version. Um deine Annahmen zu testen, investiere so wenig Zeit und Geld wie nur irgendwie möglich!

Gehe auf deine Zielgruppe zu und zeige Ihnen die Lösung (=dein Service/Produkt) für Ihr Problem auf. Dieses kann durch Email, Anrufe, Besuche vor Ort, Facebook/Google/Amazon Werbung, "Content Marketing" und andere Kanäle geschehen.

Wenn du dir unsicher bist, wie du das (Online-)Marketing angehen solltest, geben dir die genannten Ressourcen einige gute Tipps oder schreib uns doch einfach einen Kommentar. 

Um nicht Ewigkeiten einer hoffnungslosen Idee hinterherzulaufen, stelle eine Annahme auf, die du zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen willst : "Kann ich X Leute/Unternehmen bis [Zeitpunkt] dazu bringen Produkt/Service Y zu kaufen/in Anspruch zu nehmen?"

Wenn du dein gestecktes Ziel verfehlen solltest, versuche dein Produkt/Service-Angebot zu überarbeiten oder wende dich einer neuen Idee zu. 

                Tipp: News und Veranstaltungstipps für Gründungsinteressierte

gründerszene.de

t3n.de

she-works.de (speziell für Frauen)



Schritt 4: Verbessere Geschäftskonzept und Prozesse (=Wachstum) 

Wunderbar, die Planung und der Start deiner minimal funktionsfähigen Version sind abgeschlossen.

Je nach Geschäftsmodell hast du eventuell auch schon einige zahlende Kunden, und damit dein vorläufiges Ziel erreicht. Die wirkliche Arbeit fängt jedoch erst an. Jetzt ist es an der Zeit dein Online-Business ins Laufen zu bringen. 

Ein anfänglich gutes Produkt und einige zahlende Kunden bzw. Nutzer zu haben, ist ein klasse Start. Trotz allem wird sich deine Internet-Unternehmung auf lange Sicht nicht lohnen, wenn du keine nachhaltigen Gewinne erwirtschaftest.

Mit einem Vollzeitjob mag das noch okay sein, da du monatlich ein Einkommen erhälst und die Sache bisher als ein netten Spaß betrachten konntest. Was ist aber, wenn du vor hast langfristig Heimarbeit zu betreiben, und dein bisherigen Job zu ersetzen?

Hier muss mehr von dir kommen.

Um zusätzliche Kunden zu erreichen, musst du eventuell neue Marketing-Kanäle erschließen bzw. aktuelle erweitern, neue Produkte und Funktionen einführen, oder einfach nur deine Kosten senken.

Kurz gesagt: Dein Business sollte nachhaltig wachsen. Die im Schritt 3 erwähnten Umsetzungsanleitungen haben dir hoffentlich schon einige effektive Strategien mit auf dem Weg mitgegeben.

Es kann natürlich auch vorkommen, dass du dein Konzept nach einiger Zeit komplett über Board werfen musst. Deine Kunden verlassen den Service, geben dir schlechte Bewertungen, verlangen neue Funktionen oder fordern ihr Geld zurück. 

Deine Entscheidungen von hier werden den Ausschlag geben, ob dein Business auf Dauer überlebt oder nicht.

                Tipp

Wichtig in diesem Zusammenhang, sind folgende Verhaltensregeln, die uns persönlich weiter geholfen haben: 

1. Teste jede Annahme: Du bist gut damit beraten, neue Strategien/Funktionen/Angebote schnell einzuführen und dich auf realle Daten zu beziehen als dich auf Vermutungen zu stützen. Das ist ein allgemeines Geschäftsprinzip, was auf jede deiner Entscheidungen angewendet werden sollte.​

2. Löse Probleme erst wenn sie aufkommen: Viele Online-Entrepreneure verbringen ihre Zeit damit Probleme zu lösen, die sie nicht haben. Wenn du mit deinem Online-Bussiness anfängst, wirst du nur ein Problem besitzen: nicht genügend Kunden. Verbringe also den Großteil deiner Zeit damit, neue Kunden zu gewinnen.

​3. Liebe deine Arbeit: Motivation ist ein wichtiger Bestandteil zum Erfolg. Du solltest Spaß an der Sache haben. 

Das war´s auch schon. War doch gar nicht so lang ;). Hoffentlich konnten wir dir mit diesem Artikel helfen, deinem Ziel von zu Hause zu arbeiten, etwas näher zu kommen. Wenn du während des Lesens Lust bekommen hast, eine freiberufliche Tätigkeit auszuüben oder mit dem Aufbau eines Online-Business zu beginnen, haben wir unser Ziel erreicht. Wir wünschen dir dabei viel Erfolg  :). 

Wenn du Fragen, Anregungen oder Ideen für zukünftige Artikel hast, schreib uns doch ein Kommentar! Wir würden uns freuen. 

Über Kevin Oster

Kevin ist bei Finantio für Einkommensthemen verantwortlich. Seine zweite Leidenschaft nach dem Schreiben gilt dem Gründertum. Tagsüber managed er seine Online-Unternehmungen, aber am Abend ist er Vater zweier kleiner Mädchen.