Absicherung für den Todesfall: Das müssen Sie wissen

Von: Andreas Werner

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2019

Sie haben mit Ihrem Partner einen Kredit für eine neue Wohnungseinrichtung oder für den Kauf einer Immobilie aufgenommen. Gemeinsam mit einem Geschäftspartner wollen Sie ein Unternehmen aufbauen. Sie haben kleine Kinder und wollen Ihre Familie als Alleinverdiener für Ihren Todesfall absichern. Die Gründe, die für einen Schutz von Angehörigen oder Partnern im Todesfall sprechen, sind vielfältig. Es lohnt sich, wenn Sie sich frühzeitig mit den verschiedenen Optionen beschäftigen, um sich dann für die passende Variante zu entscheiden. Dabei sind zum Beispiel Faktoren wie bereits bestehende Verbindlichkeiten aus Krediten oder Darlehen zu berücksichtigen.

Mehr Verkehrstote zeigen Handlungsbedarf

Im Jahr 2018 ist die Zahl der Verkehrstoten weiter gestiegen. Obwohl es lediglich nüchterne Zahlen sind, die in den Medien veröffentlicht werden, steht hinter jedem einzelnen Fall ein persönliches Schicksal der Hinterbliebenen. Eine Absicherung ist zum Beispiel zu empfehlen, wenn Sie häufig mit dem Auto unterwegs sind und als Alleinverdiener für Ihre Familie verantwortlich sind, während Ihr Partner kein Einkommen bezieht.

Auch Gründer müssen sich absichern

Nicht nur im privaten Bereich ist es nötig, die Familie für den Todesfall des Alleinverdieners zu schützen oder den Partner abzusichern, wenn man gemeinsam einen Kredit aufgenommen hat. Ähnlich verhält es sich auch, wenn zwei Gründer gemeinsam eine Firma eröffnen oder wenn man bereits seit mehreren Jahren zusammen erfolgreich ist. In solchen Fällen steht die Frage im Raum, welche Form der Absicherung geeignet ist, wenn ein Partner verstirbt und der andere finanziell abgesichert werden soll. Es geht dann darum, eine Versicherung mit Todesfallleistung abzuschließen. Außerdem wird es von Bedeutung sein, welche vertraglichen Regelungen für die Auflösung einer Firma vereinbart werden, wenn ein Gesellschafter verstirbt. Im besten Fall regelt man solche Fragen schon zum Zeitpunkt der Gründung des Betriebs im Gesellschaftsvertrag.

Tritt der Todesfall eines Gesellschafters ein, müssen Sie lediglich im Vertrag nachschauen, welche Vereinbarungen Sie getroffen haben. So muss ein Unternehmen zum Beispiel nicht zwingend aufgelöst werden, wenn ein Gesellschafter verstirbt. Unter bestimmten Umständen ist es auch möglich, die Firma mit einem anderen Partner fortzuführen. Das mag sich anbieten, wenn ein Betrieb erfolgreich am Markt besteht und Potenzial für die weitere Entwicklung gegeben ist.

Verschiedene Varianten stehen zur Auswahl

Zum Schutz der Familie und des Partners für den Fall des eigenen Todes gibt es mindestens zwei Möglichkeiten. In Frage kommen zum Beispiel eine Sterbegeldversicherung oder eine Risikolebensversicherung. Welche Option geeignet ist, hängt auf der einen Seite von Ihrem Bedarf ab, auf der anderen Seite spielt auch die Höhe des Beitrags eine Rolle. Eine Sterbegeldversicherung deckt zum Beispiel die Kosten für die Bestattung ab. Eine Risikolebensversicherung kann hingegen als Einmalzahlung an die Hinterbliebenen verwendet werden, um die Bestattungskosten abzudecken und die Familie in der ersten Zeit nach dem Eintritt des Todesfalls finanziell zu unterstützen. Auch zur Tilgung eines Darlehens oder eines Kredits kann sie genutzt werden. In diesem Fall können Sie eine sinkende Versicherungssumme vereinbaren, um den Beitrag zu verringern.

Für den finanziellen Schutz Ihrer Hinterbliebenen gibt es mehrere Optionen. Verschaffen Sie sich einen Überblick, und entscheiden Sie dann, welche Variante für Sie in Frage kommt. In der Regel ist auch der Preis ein Kriterium für Ihre Wahl. Mit Hilfe eines Onlinerechners können Sie vorab die Kosten für die Versicherung ermitteln.

>