Was ist ein Girokonto? 4 Dinge, die du einfach wissen musst

Von: Bernd Gerste

Zuletzt aktualisiert: 5. Januar 2018

Was ist ein Girokonto

Du hast es doch bestimmt schon einmal gehört: Girokonto. Jeder redet irgendwie immer davon. Doch was ist ein Girokonto eigentlich? Wozu benutzt man es und, noch viel wichtiger: brauchst du es auch? Das alles erklären wir dir.

Was ist ein Girokonto?

Ein Girokonto ist ein Konto bei einer Bank, hier kannst du also Geld lagern. Dazu brauchst du – neben dem Konto – auch noch eine Girokarte. Die bekommst du aber von der Bank gestellt.

Der Name kommt vom italienischen Wort „Giro“, auf Deutsch „Umlauf“. Das kommt daher, dass das Geld auf dem Konto sich immer „bewegt“. Natürlich läuft es nicht ständig hin und her, sondern der Betrag, also die Menge an Geld, die du dort hast, ändert sich oft, z. B. indem ein Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Geld für die geleistet Arbeit überweist.

Deshalb arbeiten viele Leute gerne mit dem Konto. Denn damit ist es einfacher, mit Geld umzugehen. Einfach zur Kasse gehen, Karte in das Gerät stecken, Geheimnummer eingeben, fertig. So schnell geht das.

Außerdem haben es Kriminelle so schwerer, Geld zu stehlen. Und du kannst sogar mit dem Konto Geld „leihen“. Denn wenn du mal etwas zu wenig Geld auf dem Konto liegen hast, wird dir ein bisschen geliehen. Das nennt man Dispositionskredit. Du musst es zwar nach spätestens 12 Monaten zurückgezahlt haben, aber trotzdem praktisch, oder? 

Noch dazu kannst du eigentlich überall auf dein Geld zugreifen: Am Schalter an der Bank, bei der Post, am Bankautomaten, im Internet und sogar am Telefon.

1. Was kostet ein Konto?

Vielleicht fragst du dich jetzt: Kostet das denn auch Geld? Nein, es kostet normalerweise nichts. Es gibt zwar einige Banken, die Geld dafür verlangen, aber das ist dann so wenig, dass es auf deinem Konto fast nicht auffällt.

2. Woher bekommt man ein Konto?

Aber bei welcher Bank soll man das denn machen? Da musst du dich erst entscheiden, ob du eine Bank z. B. in deiner Heimat wählen willst - also eine traditionelle Bank - oder ob du lieber eine im Internet hast. Die Online-Version nennt man übrigens Direktbank. Der Unterschied liegt darin, dass Direktbanken normalerweise keine direkte Beratung anbieten können, die traditionellen Banken aber schon. Dafür sind Direktbanken meistens kostenlos oder billiger als die Traditionellen.

3. Wie kann man Geld überweisen?

Wenn du mit so einem Konto auch mal etwas überweisen, also bei jemandem ohne Karte bezahlen willst, dann brauchst du zwei Dinge: Deine IBAN und die BIC. Beides sind Nummern, du findest sie auf deiner Girokarte (früher EC-Karte) und auf Kontoauszügen (Das sind wichtige Papiere, auf denen du deine Einnahmen und Ausgaben sehen kannst). Deine IBAN ist die Kontonummer.

Sie funktioniert international und ist für alle Überweisungen nötig. Die BIC ist die Bankleitzahl. An ihr sieht man, bei welcher Bank du dein Konto hast. Du brauchst sie aber oft gar nicht, denn bei Überweisungen innerhalb von Deutschland ist sie unwichtig. Sie wird erst dann wichtig, wenn du etwas ins Ausland überweisen willst.

Wieso braucht man diese Nummern jetzt? Ganz einfach: In Deutschland (und 33 weiteren EU-Ländern) gibt es ein System, das sogenannte SEPA - Verfahren. Das ist ein kompliziertes System in Europa, welches Bankgeschäfte einfacher macht – und sicherer. Hierzu zählt eben auch, dass man für alle Überweisungen die IBAN – Nummer und für die Zahlungen, die ins Ausland gehen, die BIC – Nummer braucht.

4. Wie bekommt man ein Konto?

Und wie bekommt man jetzt ein Girokonto? Das ist an sich nicht schwer. Es muss allerdings ein Vertrag unterzeichnet werden, was du allerdings erst ab einem Alter von 18 Jahren darfst. Eine weitere Voraussetzung ist das Alter.

Das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter liegt bei sieben Jahren, die Banken können aber auch ein Mindestalter selbst festlegen, sofern es sieben Jahre nicht unterschreitet. Also kann eine Bank auch sagen: „Wir wollen das Mindestalter für ein Girokonto auf zehn Jahre festlegen.“ Dann darf man bei dieser Bank erst mit zehn Jahren ein Konto bekommen.

Außerdem wird bei der Eröffnung genau festgelegt, wie viel Geld auf einmal abgehoben werden kann. Diese Begrenzung kann man zwar immer wieder verändern, aber bei Bedarf auch von Anfang an wegfallen lassen.

Zusammenfassung

Du siehst also, dass ein Girokonto ganz praktisch ist: Du kannst dein Geld lagern und immer darüber verfügen, jedoch ohne ständig einen vollen Geldbeutel mitschleifen zu müssen.

Hier noch einmal das Wesentliche im Überblick:

  • Du kannst einfach Geld lagern;
  • Dir steht das Geld dauerhaft zur Verfügung;
  • Die Bezahlung, z. B. bei Onlinekäufen, war noch nie so leicht.

Wenn Du noch eine Frage hast, schreib sie doch in die Kommentare.

Auf der Suche nach einem Girokonto? Mehr dazu im Ratgeber Jugend-/Kinderkonten

Das Wichtigste in Kürze

Moderne Konten für Kinder, Schüler, Auszubildene und Studenten ab 18 Jahren bieten (Online-)Überweisungen, Bareinzahlungen und -auszahlungen am Schalter, Bargeldabhebungen am Geldautomaten, aber auch das Bezahlen mit der Girokarte oder Pre-Paid Kreditkarte gehört mittlerweile zum Standard.

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